Liebe im Cybersex?

Liebe im Cybersex?

Viele moderne Partnerschaften finden mittlerweile die Initialzündung in Chats oder Newsgroups. „Online-Bekanntschaften sind als Phänomen nicht mehr wegzudenken. Es entwickeln sich Beziehungen über Ländergrenzen hinweg, die sonst nicht zustande gekommen wären.“ Sagt Susanne aus Wien. Sie muss es wissen: Ihren Lebensgefährten Markus lernte sie vor 1,5 Jahren im Netz kennen.

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In einer Newsgroup waren ihr seine regelmäßigen Beiträge aufgefallen. Weil sie Gefallen an seinen netten Kommentaren fand, surfte sie auf seine Homepage, deren URL Markus in seiner E-Mail Signaturangegeben hatte. Über diesen Kontakt entwickelte sich ein reger E-Mail-Verkehr. Bald verbrachten sie ganze Abende beim Schreiben. Auch ausgedehnte Chat-Sessions kamen dazu. Nach einem Monat lud Susanne Markus zu einer Ausstellung ein, er sagte zu.

„In Real Life hätten wir uns sicher nicht wahrgenommen.“ ist Susanne überzeugt. Schon der Altersunterschied – Markus 14 Jahre jünger als Susanne – hätte hemmend gewirkt. Außerdem waren die Chancen für eine zufällige Begegnung denkbar schlecht: Susanne wohnt in Wien, Markus im nördlichen Niederösterreich. Bei ihrer ersten Begegnung konnten sie sofort an ihre online Gespräche anknüpfen, so dass sie sich nicht fremd waren. Online-Bekanntschaften bauen vor allem auf Sprache auf.
„Der Charakter, der sich im Wortwitz ausdrückt, steht im Vordergrund“ sagt auch Michael, das Aussehen ist nebensächlich. Er lernte Shannon auf einer britischen Chat-Site kennen. Es stellte sich heraus, daß sie beide begeisterte Inline-Skater waren. Nach drei Monaten intensiver online Gespräche trafen sie sich zum ersten Mal offline. Kein einfaches Unterfangen bei der Distanz: Michael ist aus Wien, Shannon wohnt in Kalifornien. Wohnte, denn mittlerweile ist das Paar in Wien vereint. Seit Juni sind sie verheiratet.

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